Aus zwanzig Jahren Praxis gewachsen.
Vom Hobby neben dem Studium zur Digitalen Manufaktur.
Wir bauen Software für kleine Unternehmen, der man Erfahrung und Hingabe anmerkt. Wie es dazu kam – und warum wir anders arbeiten als die meisten.
Vom Hobby zum Handwerksbetrieb für Software
OpitzWorks beginnt 2005 als Hobbyprojekt neben dem Studium der Wirtschaftsinformatik und Politikwissenschaft. Kleine Aufträge, erste Experimente, das Handwerk von Grund auf gelernt. Keine große Vision – sondern Neugier und die Freude daran, Dinge zu bauen, die funktionieren.
Parallel dazu leiten wir über viele Jahre ein eigenes Veranstaltungshaus. Diese Zeit prägt bis heute, wie wir denken: Wer selbst einen Betrieb führt – mit Personal, Rechnungen, Behörden, vollem Kalender und schmalen Margen – versteht die Sorgen kleiner Unternehmen nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus erster Hand. Davor: eine Banklehre und Jahre als Vermögensberater, eine Welt, in der Sorgfalt, Risiko und Vertrauen zählen. Das erklärt, warum uns saubere Abrechnung, Datenschutz und Verlässlichkeit nicht lästige Pflichten sind, sondern Selbstverständlichkeiten.
Warum uns Datenhoheit wichtig ist
Die Enthüllungen von Edward Snowden waren für uns der Anlass, ernsthaft über digitale Abhängigkeit nachzudenken. Uns wurde klar, wie verwundbar man ist, wenn die wichtigsten Werkzeuge in fremder Hand liegen. Das blieb kein abstrakter Gedanke: Es folgten Engagement bei Freifunk und in Open-Source-Projekten – und die Entscheidung für einen Technologie-Stack, der auf Offenheit und langlebige Standards setzt. Wir sind dabei keine Schwarzmaler, sondern Praktiker: Wir benennen reale Abhängigkeiten nüchtern und bauen eine pragmatische Alternative.
Der Wendepunkt
2017 entsteht unser erster großer Erfolg im Netz – eine Plattform, die fast ohne Marketing eine große Nutzerbasis gewinnt und bis heute stabil und fast wartungsfrei läuft. Die Lehre daraus prägt uns: Gut gemachte Software, die ein echtes Problem löst, trägt sich selbst.
Als dann die Veranstaltungsbranche über Nacht stillstand, wurde aus dem Nebenprojekt eine Überlebensfrage. Wir haben uns ganz auf OpitzWorks konzentriert – und genau in dieser Phase ist das Unternehmen zu dem geworden, was es heute ist. Aus einem Solo-Projekt wurde ein Team. Der Druck dieser Zeit hat zusammengeschweißt und Klarheit gebracht: Wir bauen Software, die Menschen unabhängiger und widerstandsfähiger macht – weil wir selbst erlebt haben, was es heißt, wenn Grundlagen von einem Tag auf den anderen wegbrechen.
2026 wird unser Veranstaltungshaus nach 21 Jahren abgewickelt – nicht aus Not, sondern weil bei OpitzWorks schlicht zu viel zu tun ist. Nach über zwei Jahrzehnten an der Veranstaltungs-Front konzentrieren wir uns ganz auf die Digitale Manufaktur. Die Geschichte des Hauses lebt auf seiner eigenen Abschiedsseite weiter.
Was Digitale Manufaktur für uns heißt
Wir mögen Dinge, denen man anmerkt, dass jemand mit Erfahrung und Hingabe sie gemacht hat – ein gut gebautes Möbelstück, ein ordentliches Werkzeug, etwas, das hält. Diese Haltung übertragen wir auf Software. Eine Inspiration ist die japanische Handwerkskultur: eine Sache bis zur Präzision bringen, statt sie nur schnell fertig zu bekommen.
Wir sehen zu viel schlechte Software – halbfertige Betas, große Versprechen, unter denen alles mit Klebeband und Kriechöl zusammenhält. Dagegen setzen wir bewusst etwas: Software, die fertig ist, wenn sie zu dir kommt, und die auch in zehn Jahren noch läuft.
Wir bauen für die Leute, die die echte Arbeit leisten und in der Software-Branche regelmäßig übersehen werden. Und wir bleiben bewusst klein genug, um gut zu bleiben: erreichbar, sorgfältig, mit Namen statt Tickets. Das ist eine Entscheidung, keine Notlösung.
Wie eines unserer Produkte entstanden ist
Archive ist entstanden, weil wir selbst im Papier ertrunken sind. Finanzamt, Stadtverwaltung, der ganze Posteingang aus dem Tagesgeschäft – ein halber Arbeitstag pro Woche ging fürs Sortieren und Weiterleiten drauf.
Irgendwann haben wir einen Netzwerkscanner und ein kleines NAS bestellt und uns ein System gebaut, das die Arbeit übernimmt. Aus einem halben Tag wurden zwanzig Minuten pro Woche. Wir haben das zwei Geschäftsfreunden gezeigt – nicht um es zu verkaufen, sondern weil wir es gut fanden. Die zwei Reaktionen waren identisch: „Wie viel, und wann ist es bei mir fertig?"
So entsteht bei uns Software: aus einem echten Problem, gebaut für den eigenen Gebrauch – und gut genug, dass andere sie auch haben wollen.
Lern uns persönlich kennen.
Der beste Weg, uns einzuschätzen, ist ein kurzes Gespräch. Kostenlos, unverbindlich – erzähl uns, woran du gerade arbeitest.